Anleitung zum Überwintern von Chili Pflanzen

Laut Literatur ist lediglich eine der 5 Chili Sorten mehrjährig. Es handelt sich um die Capsicum frutescens, deren bekannteste Vertreter die Tabasco und Cayenne Chili sind. Wir müssen dieser botanischen Definition ganz klar widersprechen. In unseren Versuchen konnten wir alle Chili Sorten erfolgreich überwintern. Es gibt in unseren Augen eine klare Richtlinie, welche Chili Sorten nicht überwintert werden sollten: Für alle Chili Sorten, die schnell wachsen (Serrano, Jalapeno, Inferno usw.), lohnt sich der Aufwand nicht. Die jährliche Aussaat im Frühjahr ist deutlich effizienter und einfacher.

Wie gehe ich beim Überwintern von Chili-Pflanzen vor ?

Nach der Ernte lassen Sie die Chili-Pflanzen möglichst lange im Freien an einem geschützten Ort stehen. Sobald die Temperaturen unter 10 °C fallen, müssen die Pflanzen in ihr Winterquartier gebracht werden. Hierfür eignet sich ein heller und kühler Platz mit Temperaturen von 10-15 °C. Eine Überwinterung unter 10 °C können wir nicht empfehlen, da das Wachstum und die Chili-Ernte im Folgejahr deutlich geringer ausfallen. Temperaturen von ca. 20 °C sind hingegen unproblematisch. Folgende Orte eignen sich besonders: Wintergarten, beheiztes Gewächshaus, helle Wohnräume mit Temperaturen von maximal 20 °C, helle Treppenhäuser.

Es gibt 5 Hauptbedrohungen bei der Überwinterung von Chili Pflanzen

    • Temperaturen unter 10 °C bzw. Frost
    • zu dunkel
    • Pflanze schimmelt, da Erde zu feucht ist
    • Pflanze vertrocknet, da Erde zu trocken ist
    • Schädlinge (Blattläuse, weiße Fliegen)

Die ersten 4 Punkte werden mit großer Sicherheit ihre Chili-Pflanzen „umbringen“. Beim letzten Punkt „Schädlinge“ muss man etwas in die Tiefe gehen. Wenn Sie Chili-Pflanzen in einen beheizten Raum stellen, dauert es keine 4 Wochen und sie werden mit Blattläusen und weißen Fliegen übersät sein.

Es gibt 2 Möglichkeiten:

Menschen, die niemals Gift spritzen

Schneiden Sie die Chili-Pflanze bei Bedarf zurück. Alternativ kann man im Laufe des Winters immer wieder trockene Äste abschneiden. Die Pflanze wird nach und nach ihre Blätter abwerfen und die dünneren Äste werden abtrocknen. Die Schädlinge gehen automatisch mit dem Abwerfen der Blätter zurück. Wer also kein Problem mit viel Dreck und ein paar Schädlingen hat, kann auf das Spritzen verzichten. Wir haben auf diese Weise über mehrere Jahre Chilis überwintert und hatten jedes Jahr eine grössere Chili-Ernte als im Vohrjahr. Hinweis: Wir haben die Pflanzen vor dem Überwintern nicht zurückgeschnitten. Ein radikaler Rückschnitt kann ggf. mit einer Reduzierung der Ernte einhergehen. Tipp: An einem warmen Wintertag kann man mit einem feinen Wasserstrahl (Gartenschlauch) einen Großteil der Schädlinge wegspritzen. Diese Methode wenden wir seit Jahren bei unseren Zitronenbäumchen an. Diese Methode ist aufwendig und beseitigt nicht alle Schädlinge, aber man kann mit gutem Gewissen die Schale der Zitronen beim Backen und Kochen verwenden.

Menschen, die spritzen

Es gibt mittlerweile sehr gute ökologische und schnell abbaubare Schädlingsgifte. Alles andere ist unverantwortlich, wenn es um Lebensmittel geht. Schneiden Sie die Chili-Pflanze bei Bedarf zurück. Alternativ kann man im Laufe des Winters immer wieder trockene Äste abschneiden. Spritzen Sie die Pflanze gemäß der Anleitung auf der Verpackung des Pflanzenschutzmittels. Nun sollten Sie eigentlich ohne Schädlinge über den Winter kommen. Unbedingt regelmäßig kontrollieren.

Das richtige Gießen

Bevor Sie die Chili-Pflanzen ins Haus bringen, sollte die Erde möglichst trocken sein. Wenn Sie die Chili-Pflanzen z. B. in einen 10 °C kalten Raum stellen, wird es mehrere Wochen dauern, bis die Erde abtrocknet. In diesem Zeitraum kann die Pflanze bereits eingehen. Selbst in Wohnräumen bei 20 °C dauert der Trocknungsprozess sehr lange.

Die Erde sollte über den Winter niemals nass sein, eher trocken bis etwas feucht. Kontrollieren Sie die Chili-Pflanzen zu Beginn regelmäßig, um ein Gefühl für das Gießen zu bekommen. Man sollte es mit der Trockenheit nicht übertreiben, denn auch uns sind schon Pflanzen vertrocknet. Eine Anleitung zum Gießen ist nutzlos, denn bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedriger Raumtemperatur muss man ggf. überhaupt nicht gießen.

Der richtige Start im Frühjahr
Während des Winters darf nicht gedüngt werden. Im Frühjahr (Temperaturen sollten dauerhaft über 10-15 °C liegen) werden die Chili-Pflanzen in etwas größere Töpfe wie im Vorjahr gesetzt. Neue Erde ist ebenfalls sehr wichtig für ein gesundes und starkes Wachstum. Ab diesem Zeitpunkt können Sie bis zur Ernte regelmäßig düngen, am besten mit unserem Bio Chili-Dünger.

 

Chili Pflanzen überwintern

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